Nachdem wir die Entstehung der Alpen im Zusammenhang mit der Schweizer Geografie besprochen hatten, warteten wir auf einen schönen Herbsttag mit einem Nebelmeer. Wir wollten schauen, wie das etwa ausgesehen haben könnte, als in den Eiszeiten in der Innerschweiz alles vergletschert war.
Als die Wetterprognose gutes Wetter in den Bergen mit einer Nebelobergrenze von 1000 Metern ankündigte, machten wir uns auf den Weg zur Rigi mit der Eisenbahn.
Wir trafen uns am Hauptbahnhof und fuhren über Zug nach Arth Goldau, wo wir das Rigi Bähnchen bestiegen und auf die Rigi Hochwacht fuhren.

Oben angekommen, präsentierte sich die Landschaft in wunderbarem Sonnenschein, während sich tiefer unten ein dichtes Nebelmeer ausbreitete. So konnte man sie die Landschaft während der Eiszeit gut vorstellen. Der Lehrer erklärte die Aussicht mit den Urner Alpen, dem Glärnisch und den Berner Alpen. Wir sahen am Rossberg den Anriss des Goldauer Bergsturzes und konnten die Schichten aus Nagelfluh sehen, aus denen die Berge rund um die Rigi und auch die Rigi selbst bestehen. Sie gehören darum nicht zu den Alpen, da sie nicht aus Felsen bestehen, sondern aus Ablagerungen von der Reuss. Diese wurden gegen Ende der Alpenfaltung wie Pulte aufgerichtet.


Im Laufe unserer Wanderung nach Rigi Kaltbad sahen wir immer wieder Nagelfluh, zusammengebackene Steine.
Oberhalb von Rigi Kaltbad nahmen wir unser Picknick ein und wanderten anschliessend an die Station der Seilbahn. Mit ihr fuhren wir nach Weggis hinunter in den Nebel und nahmen das Schiff nach Luzern. Auf der Fahrt löste sich der Nebel auf und die Sonne wärmte uns.

In Luzern hatten wir noch kurz Zeit, die Altstadt zu besichtigen. Zuerst schauten wir uns die Konzerthalle des KKL mit ihrem weit vorstehenden Dach an, dann wanderten wir über die Kapellbrücke und folgten der Reuss bis zum Nadelwehr, mit dem der Wasserstand des Sees geregelt werden kann. Es war fast geschlossen, als wir dort ankamen. Wir machten noch einen Rundgang in der Altstadt und stiegen dann im Bahnhof in unseren Zug nach Zürich.

Es war ein lehrreicher Ausflug. Während es im Flachland kalt war, hatten wir in der Höhe wunderbares, warmes Wetter.
